a.o. Univ. Prof. Dr. Gisslinger

  Allgemeines

Beruflicher Werdegang und Tätigkeitskatalog

Wissenschaftliche Tätigkeiten















Allgemeines:

Univ.-Prof. Dr. Heinz Gisslinger ist Facharzt an der Klinischen Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie und seit 1982 am AKH Wien in der Klinik für Innere Medizin beschäftigt. Er ist dort Leiter der Hämatologischen Ambulanz sowie Programmdirektor für Multiples Myelom + MGUS und für Chronisch myeloproliferative Erkrankungen (CMPD). Am AKH in Wien ist Univ.-Prof. Dr. Heinz Gisslinger weiters Leiter der Arbeitsgruppe für klinische und molekulare Hämatologie. Er ist ein international anerkannter Experte auf den Gebieten der chronisch myeloproliferativer Erkrankungen und dem multiplen Myelom.

Nach Rückkehr von einem zweijährigen Forschungs- und Studienaufenthalt an der MD Anderson Cancer Clinical Center in Housten (Texas / USA) hat er an der Klinischen Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie ein Referenzzentrum für Diagnose und Therapie für myeloproliferative Erkrankungen aufgebaut. Weiters hat er zahlreiche internationale Kooperationen auf seinen genannten Spezialgebieten begründet.

Als Facharzt für Innere Medizin und Zusatzfacharzt für Hämato-Onkologie ist er ein ankerkannter Spezialist für hämto-onkologische Erkrankungen mit zahlreichen Einladungen zu diversen Vorträgen in seinen Spezialgebieten.




Berufllicher Werdegang und Tätigkeitskatalog:

Seit Jän. 2009 Präsident der Central European Myeloproliferative Neoplasm Study Organisation (CEMPO)
   
Seit 2006 Kooperation mit Dr. Robert Kralovics (CEMM) auf dem Gebiet der molekularen Genetik von chronisch myeloproliferativen Erkrankungen
   
1991 – 2006 regelmäßige Vortragstätigkeit zur Aus- und Weiterbildung von ärztlichem und nichtärztlichem Personal - auch international z. B. 30-minütiger Hauptvortrag (Educational Lecture beim EHA-Kongress 2005 über Essentielle Thrombozythämie)
   
1981 - 2006 neben der regelmäßigen Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen Absolvierung von Spezialausbildungen wie Prüfärztekurs, Managementlehrgang für ärztliche Führungskräfte, Lehrgang für Projektmanagement etc.
   
Nov. 2005 Einreichung eines EU-Projektes als Koordinatior zur Stammzellforschung zum Zweck der Etablierung einer zielgerichteten Therapie auf dem Gebiet der chronisch myeloproliferativen Erkrankungen mit dem Schwerpunkt chronisch idiopathische Myelofibrose
   
Seit Okt. 2004 Alternierende Leitung der hämatologischen Ambulanz/ Tagesklinik/ Bettenstation der Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie ; Medizin. Universität Wien
   
2003/2004 Tätigkeit als Oberarzt an der Station 18 J – Onkologie
   
1992 – 2003

regelmäßige Tätigkeit als Oberarzt an der Station 18i - Hämatologie und Hämostaseologie (erstmals im Sommer-semester 1992, zuletzt im Sommersemester 2007)

   
Seit 2004 Programmdirektor für Ph.-neg. chronische myeloproliferative Syndrome und multiples Myelom
   
2003 – 2005 Koordination der EUMNET-Studie (eine sehr erfolgreiche EU-geförderte internationale Studie auf dem Gebiet der chronisch idiopathischen Myelofibrose)
   
1997 – 2005 Koordinator für Österreich der ECLAP-Studie (Abschluss dieser äußerst erfolgreichen internationalen EU-geförderten Studie mit mehreren Publikationen in sehr renommierten Fachzeitschriften)
   
1997 Ernennung zum außerordentlichen Universitätsprofessor
   
1996 Facharztdekret: Additivfacharzt für Hämato-Onkologie
   
1993 – 1994 Forschungsaufenthalt am MD Anderson Cancer Center, Houston, Texas, USA
   
1993 Verleihung der Lehrbefugnis als Universitätsdozent für Innere Medizin
   
Seit 1991 Oberarzt an der Univ. Klinik für Innere Medizin I, Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie
   
1988 Facharztdekret für Innere Medizin



Wissenschaftliche Tätigkeiten:

In den Jahren 2010 und 2011 wirkte Univ. Prof. Dr. Gisslinger im Rahmen der internationalen Arbeitsgruppe IWG-MRT (International Working Group for Myelofibrosis Research and Treatment) federführend an der klinischen Charakterisierung der WHO-Klassifiziernug der Myeloproliferative Erkrankungen (MPE) mit. Aus dieser Kooperation ging eine Reihe von wichtigen Publikationen hervor:

Incidence and risk factors for bleeding in 1104 patients with essential thrombocythemia or prefibrotic myelofibrosis diagnosed according to the 2008 WHO criteria.
Finazzi G, Carobbio A, Thiele J, Passamonti F, Rumi E, Ruggeri M, Rodeghiero F, Randi ML, Bertozzi I, Vannucchi AM, Antonioli E, Gisslinger H, Buxhofer-Ausch V, Gangat N, Rambaldi A, Tefferi A, Barbui T.
Leukemia. 2011 Sep 16. doi: 10.1038/leu.2011.258. [Epub ahead of print]

Survival and disease progression in essential thrombocythemia are significantly influenced by accurate morphologic diagnosis: an international study.
Barbui T, Thiele J, Passamonti F, Rumi E, Boveri E, Ruggeri M, Rodeghiero F, d'Amore ES, Randi ML, Bertozzi I, Marino F, Vannucchi AM, Antonioli E, Carrai V, Gisslinger H, Buxhofer-Ausch V, Müllauer L, Carobbio A, Gianatti A, Gangat N, Hanson CA, Tefferi A.
J Clin Oncol. 2011 Aug 10;29(23):3179-84. Epub 2011 Jul 11.

Risk factors for arterial and venous thrombosis in WHO-defined essential thrombocythemia: an international study of 891 patients.
Carobbio A, Thiele J, Passamonti F, Rumi E, Ruggeri M, Rodeghiero F, Randi ML, Bertozzi I, Vannucchi AM, Antonioli E, Gisslinger H, Buxhofer-Ausch V, Finazzi G, Gangat N, Tefferi A, Barbui T.
Blood. 2011 Jun 2;117(22):5857-9. Epub 2011 Apr 13.

Essential thrombocythemia versus early primary myelofibrosis: a multicenter study to validate the WHO classification.
Thiele J, Kvasnicka HM, Müllauer L, Buxhofer-Ausch V, Gisslinger B, Gisslinger H.
Blood. 2011 May 26;117(21):5710-8. Epub 2011 Mar 29.



Seit über 20 Jahren wissenschaftliche Tätigkeit auf dem Fachgebiet chronisch myeloproliferative Erkrankungen und unter anderem Erstbeschreibung des therapeutischen Effekts von Interferon alpha auf die Thrombozytose bei Patienten chronischen myeloproliferativen Neoplasien. Umfassende Untersuchungen über den Wirkungsmechanismus von Interferon und von biologischen Effekten in vivo mit Arbeiten über Induktion von Autoimmunität und Interaktionen von Zytokinen mit dem endokrinen System in vivo.

Arbeiten über die Bedeutung von Apoptose (programmierter Zelltod) in der Patho-genese von neoplastischen Erkrankungen. Untersuchungen zur Identifizierung von Targets für neue therapeutische Strategien zur Induktion von Apoptose bei neoplastischen Erkrankungen.

Untersuchung der Bedeutung angeborener oder erworbener Risikofaktoren für Thrombophilie bei chronisch myeloproliferativen Erkrankungen: (z. B.: Einfluss der Prothrombin-Gen (G20210A) Mutation auf die Thrombophilie von chronisch myeloproliferativen Erkrankungen).

Aufbau und Leitung des Forschungslabors für Immunhämatologie an der Abteilung für Hämatologie und Hämostaselogie der Universitätsklinik für Innere Medizin I. Nun schwerpunktmäßig Forschungen auf dem Gebiet der klinischen und molekularen Hämatologie.

Derzeit laufende Forschungsprojekte: Molekulargenetische Charakterisierung von myeloproliferativen Neoplasien sowie Untersuchungen zur Pathophysiologie und molekularen Genese von Thrombophilie bei chronisch myeloproliferativen Erkrankungen. Seit 2006 enge Forschungskooperation mit Dr. Robert Kralovics (Center of Molecular Medicine) und Etablierung einer europäischen Arbeitsgemeinschaft für chronisch myeloproliferative Neoplasien (CEMPO).

Autor von mehr als 160 Publikationen, davon derzeit 134 in peer-reviewed internationalen Journalen.
(Publikationen: PubMed Publikationsverzeichnis)


Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften u.a.:
        Amercan Society of Hematology
        Central European Myeloproliferative Neoplasm Study Organisation (CEMPO)
        International Society of Interferon and Cytokine Research
        Österr. Gesellschaft der Hämatologie und Onkologie
        Österr. Gesellschaft der Inneren Medizin

Regelmäßige Vortragstätigkeit im Rahmen von nationalen und internationalen medizinischen Kongressen.

Regelmäßige Tätigkeit als Reviewer von wissenschaftlichen Publikationen für internationale Fachzeitschriften.